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Häufig gestellte Fragen

Muss ich alle Aufträge über Smart abwickeln?

Nein, Du kannst selber entscheiden, welche Aufträge über Smart abgewickelt werden. Wenn Du gleichzeitig von Smart angestellt bist und mit Deiner eigenen Steuernummer Rechnungen schreibst, musst Du allerdings beachten, dass der Krankenversicherungsschutz über die Anstellung bei Smart nur dann besteht, wenn der Großteil des Gesamteinkommens über die Anstellung generiert wird. Die Anstellung bei Smart muss also Deine Haupttätigkeit sein. Außerdem muss beachtet werden, dass Deine Einkommensteuerbelastung aus allen Einkunftsarten berechnet wird. Auch wenn Dein Gewinn aus Deinen selbständigen Tätigkeiten, die nicht über Smart abgewickelt werden, den Steuerfreibetrag (2020: 9408 €) nicht überschreitet, wird er also trotzdem besteuert, wenn der Gesamtgewinn (Anstellung bei Smart und Gewinn aus den selbständigen Tätigkeiten) den Steuerfreibetrag überschreitet. Wenn Du weiterhin mit Deiner Steuernummer Rechnungen schreibst, musst Du auch eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Ich bin Kleinunternehmer*in oder führe umsatzsteuerbefreite Leistungen aus – was würde sich bei der Abwicklung meiner Projekte über Smart ändern?

Da die Genossenschaft umsatzsteuerpflichtig ist, würden Rechnungen von Smart an Deine Auftraggeber*innen mit Umsatzsteuer gestellt. Bei umsatzsteuerbefreiten Lehrtätigkeiten kann Smart, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, auch Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellen.

Ich habe keine Steuernummer, kann ich über Euch arbeiten?

Ja, die Genossenschaft kann Aufträge in Deinem Namen in Rechnung stellen. Um Dein Honorar zu erhalten, musst Du Dich bei der Genossenschaft anstellen lassen.

Was kann Smart in Rechnung stellen?

Die Genossenschaft kann Rechnungen über zulassungsfreie Dienstleistungen stellen. Der Verkauf von Waren ist derzeit noch nicht möglich.

Ich habe noch keine Aufträge – kann ich schon Mitglied werden?

Ja, eine Mitgliedschaft ist jederzeit möglich. Eine Anstellung bei der Genossenschaft kann allerdings erst beginnen, wenn von Deinen Auftraggeber*innen bestätigte Aufträge bei uns eingehen, die Smart in Rechnung stellen kann.

Muss ich in Deutschland gemeldet sein?

Ja, ein gewöhnlicher Wohnsitz in Deutschland ist Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bei Smart in Deutschland. Wenn Du in einem anderen Land wohnst, ist das jeweilige Smart-Büro in dem anderen Land verantwortlich. Eine Übersicht über die Länder, in denen Smart aktiv ist, findest Du hier.

Ich bin nicht-EU-Staatsangehörige*r – kann ich Mitglied werden?

Ja, eine Mitgliedschaft steht allen offen. Um von Smart angestellt zu sein, ist allerdings eine gültige Aufenthaltserlaubnis notwendig, die eine Beschäftigung (Anstellung) von jeder*m Arbeitgeber*in in Deutschland erlaubt. In der Aufenthaltserlaubnis muss „Beschäftigung gestattet“ oder „Erwerbstätigkeit gestattet“ vermerkt sein. Es ist nicht möglich, einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis für eine Beschäftigung (§ 18 AufenthG) mit Smart zu stellen.

Ich habe keine Auftraggeber*innen in Deutschland – geht das?

Grundsätzlich ja. Allerdings muss geprüft werden, ob gegebenenfalls eine Sozialversicherungspflicht in einem anderen Land besteht.

Ich bin über die Künstlersozialkasse versichert, kann ich meine Aufträge über Smart abwickeln?

Ja. Um aber weiterhin von den reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen der Künstlersozialkasse zu profitieren, gibt es für verschiedene Fallgestaltungen bestimmte Einkommensgrenzen zu beachten. Die KSK hat in einer Informationsschrift die einzelnen Varianten zusammengestellt.

Kann ich als ALG I / ALG II – Empfänger*in meine Aufträge über Smart abwickeln?

Ja. Allerdings müssen die Regeln bezüglich des erlaubten Nebeneinkommens berücksichtigt werden. Wenn regelmäßig mehr als 15 Wochenstunden gearbeitet werden, kann kein Arbeitslosengeld mehr bezogen werden. Die Bundesagentur für Arbeit hat wichtige Informationen hier und in einem Merkblatt zusammengefasst.

Ich bin Student*in – kann ich meine Aufträge über Smart abwickeln?

Ja. Eingeschriebene Studierende dürfen allerdings nur maximal 20 Wochenstunden arbeiten und müssen auf weitere Einschränkungen achten, so dass sie weiterhin als Studierende krankenversichert sind.

Ich bin Rentner*in – kann ich meine Aufträge über Smart abwickeln?

Ja. Wie viel zur Rente hinzuverdient werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Deutsche Rentenversicherung hat Informationen in einer Broschüre zusammengefasst.

Müssen alle Beteiligten einer Gruppe Mitglied bei Smart sein?

Nein. Mindestens eine Beteiligte*r an der Gruppe muss auch Mitglied bei der Genossenschaft sein – diese Person ist dann auch die Ansprechpartner*in für den Auftrag. Die Beteiligten an der Gruppe, die keine Mitglieder der Genossenschaft sind, können ihren Anteil des Honorars nur erhalten, wenn sie mit ihrer Steuernummer der Genossenschaft eine Rechnung schreiben. Wenn sie auch Mitglieder der Genossenschaft sind, können sie sich hingegen auch anstellen lassen und so ihr Honorar erhalten.